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Reiselust der Senioren-Turnerinnen

Artikel vom 25. Oktober 2026

„Wo geht es dieses Jahr hin?“ Diese Frage hörten wir immer wieder. Also entschlossen wir uns, wieder eine Kurzreise zu planen. Nach kurzer Zeit stand das Ziel fest: Bad Zwischenahn sollte es werden, bekannt, charmant und nicht so weit weg.

Die Recherchen gingen los. Anfragen starten, Angebote einholen, Absagen wegstecken.

Letztendlich hatten wir ein Programm für 4 Tage, abgestimmt auf unsere Senioren-Turnerinnen. Unserer Einladung nach Bad Zwischenahn folgten 12 mutige Damen.

 

Am Dienstag, 9. Juni 2026 war es endlich so weit. Wir trafen uns um 11.00 Uhr beim Feuerwehrhaus Pennigbüttel. Das Mietwagenunternehmen Harms brachte uns ganz entspannt ins „NordWest-Hotel Bad Zwischenahn“. Bis zur Zimmerbelegung hatten wir noch Zeit genug, um einen Spaziergang zum „Landcafé Neumann“ zu machen. Dort hatten wir einen Tisch reserviert, und wir bestellten uns eine Kleinigkeit zu essen. Das Landcafé ist in ein hübsches Bauernhaus integriert welches auf einer wunderschönen alten Hofstelle mit Scheunen, Remisen und einem Gewürzgarten steht. Am Nachmittag belegten wir unsere Zimmer und ließen es uns im Hotel und auf der schönen Terrasse gut gehen. Einige erkundeten zu Fuß die nähere Umgebung. Wald, Wiesen und viel Grün dominieren. Für 18.00 Uhr war das Abendessen bestellt. Frisch gestylt stiegen wir in die bestellten Taxen und fuhren zum Italiener „da Sergio“. Zurück im Hotel ließen wir den Abend bei Aperol Spritz, Lillet und ähnlichen Aperitifs ausklingen.

 

Der Mittwoch startete mit einem leckeren Frühstücksbuffet. Das Hotel hatte für uns in einem extra Raum Plätze reserviert, die wir die restlichen Tage und Abende belegen konnten. Um 10.30 Uhr trafen wir uns zum Gang oder Fahrt in die Fußgängerzone. Dann hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Einige bummelten an den Geschäften vorbei, andere gingen hinein, um sich etwas Nettes zu kaufen, und wieder andere traf man gemütlich sitzend bei Eis oder Kaffee. Irgendwann knurrte der Magen und es wurde ein leckeres Fischbrötchen verspeist. Langsam machten wir uns auf den Weg zum Schiffsanleger. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem Regenschauer überrascht. Wir liefen in das Kurhaus und warteten bei einem Getränk den Schauer ab. Um 15.30 Uhr legte das Fahrgastschiff mit uns ab. Wir gingen auf „große Fahrt“ einmal um den Zwischenahner See herum. Währenddessen erzählte uns der Kapitän einiges über Bad Zwischenahn und Umgebung. Er klärte uns auch auf, was „Ammerland“ bedeutet. Hier heißen die Gewässer nicht See, sondern Meer (Zwischenahner Meer, Steinhuder Meer usw.) Ammerland kommt von „ Am Meer Land“, kurz „Ammerland“. Zum Abendessen trafen wir uns im „Spieker“, das allseits bekannteste Restaurant in Bad Zwischenahn. Die urige Atmosphäre und der absolut netteste Kellner gefiel uns allen sehr. Der Mittwochabend im Hotel brachte eine Enttäuschung: Der Aperol Spritz war aus! Katastrophe! Nun ja, es gibt ja noch andere Getränke. War auch weiter nicht so schlimm, denn der Abend wurde nicht so ausgedehnt. Alle waren doch etwas müde.

 

Nach einer erholsamen Nacht im schönen Hotelbett wartete am Donnerstag wieder ein umfangreiches Frühstücksbuffet auf uns. Für heute war eine Ammerland-Rundfahrt geplant. Um 10.30 Uhr wurden wir von einem sehr netten Reiseleiter und ebenso netten Busfahrer in Empfang genommen. Während dieser zwei Stunden erfuhren wir viel über das Ammerland. Wir besichtigten per Bus u.a. die Baumschule Bruns. Auf einem Gelände von von über 600 ha werden hochwertige Laub- und Nadelgehölze, Alleebäume sowie große Auswahl an Rhododendren angebaut. Bruns ist bekannt dafür, Bäume aller Größen in alle Welt zu transportieren. Bei der Fahrt über das Gelände erfuhren wir, dass die Bäume in regelmäßigen Abständen umgepflanzt werden, damit sie keine großen Wurzeln bilden und somit leichter zu verschicken sind. Die Fahrt durchs Ammerland ging

weiter und wir sahen leider auch etliche verlassene Höfe. Ein Problem für die Erben ist es wohl, dass nach einem Abriss des alten Gebäudes eine neue Baugenehmigung beantragt werden muss. Zum Schluss fuhren wir noch einmal um das Zwischenahner Meer herum und machten einen kleinen Spaziergang im Ortsteil Dreibergen zum Schiffsanleger. Leider fing es an zu regnen, so dass wir unsere zweistündige Ammerland-Tour dort zu Ende brachten. Einige stiegen am Park der Gärten aus, andere in der Innenstadt oder ließen sich ins Hotel bringen.

Der wunderschöne Park der Gärten ist immer wieder sehenswert. Um 17.30 Uhr trafen wir uns alle wieder, um zum Abendessen zu gehen. Es war ein Tisch im Restaurant „Zum Scholjegerdeshof“ gebucht. Ja schwieriges Wort. Man muss es silbenmäßig auseinander dröseln: Schol – je- ger- des – hof. Dann klappt es. Wir haben übrigens gefragt, ob der Name irgendwas bedeutet. Nein es ist ein ganz normaler Ammerländer Nachname. Der Abend im Hotel hatte schon etwas von Abreisegedanken und so ließen wir es ruhig ausklingen.

 

Am Freitag ließen wir uns ein letztes Mal das Frühstück schmecken. Wir hatten noch Zeit bis zum Eintreffen der Busse. Einige nutzen diese Zeit, um noch einmal einen Spaziergang zu unternehmen und sich die Rügenwalder Mühle anzuschauen. Rügenwalder Mühle, allen bekannt durch verschiedene Wurstsorten. Wir haben dabei erfahren, dass das Wahrzeichen 1902/03 in Rügenwalde in Westpommern entstanden ist. Zur Geschichte der Mühle und der Familie Müller gab es auf dem wunderschönen, sehr gepflegten Areal Interessantes zu erfahren. Leider mussten wir dann doch zurück und in unsere Busse einsteigen, die sehr pünktlich kamen. Vorausschauend sind die Fahrer gleich durch den Wesertunnel zurückgefahren, um nicht im Stau auf der Autobahn hängen zu bleiben.

 

Auch diese Reise verlief wieder sehr harmonisch. Wir beide, Sieglinde und ich, bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Euch, Ihr wisst schon…….

 

Karin Gernand